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Mittwoch, 3. August 2011

Gedanken zur Nacht

Es gibt ein Buch, das mir so unendlich viel bedeutet, dass ich es immer und immer wieder lese. Zwar mit größeren Abständen dazwischen, aber es gibt mir jedesmal so viel zurück, lässt mich nachdenken und zeigt mir neue Blickwinkel. Meditation zum Lesen...

Hermann Hesse, Siddhartha

Auch jetzt habe ich es wieder bei mir, und nach einem langen und ereignisreichen Tag habe ich es einfach irgendwo aufgeschlagen.

Die erste Stelle, die ich beim Aufklappen wahrgenommen habe, war diese hier:

"...und das Vergangene erschien ihm wie von einem Schleier überzogen, unendlich fern, unendlich weit weg gelegen, unendlich gleichgültig. Er wußte nur, dass er sein früheres Leben (im ersten Augenblick der Besinnung erschien ihm dieses frühere Leben wie eine weit zurückliegende, einstige Verkörperung, wie eine frühe Vorgeburt seines jetziges Ich) - dass er sein früheres Leben verlassen habe..."

Manchmal ist mir "mein Hermann" richtig unheimlich... ich lese dann mal noch ein bisschen weiter ^^

Donnerstag, 31. März 2011

neu im Bücherregal

In Quedlingburg wurde nicht nur das wunderbare Wetter und die leckeren Waffeln genossen, sondern auch ausgiebig in den Geschäften gestöbert.

Fündig wurde ich in einer wirklich traumhaften Buchhandlung, die nicht nur aktuelle Titel anbietet, sondern auch eine unheimlich große Auswahl an antiquarischen Büchern führt.

Mitgenommen habe ich:

 Sina Beerwald, Das Mädchen und der Leibarzt: Historischer Roman, der in und um Quedlinburg und dem Stift spielt. Bin sehr gespannt.


 Alexandre Dumas, Zehn Jahre später:  Die Abenteuer der legendären drei Musketiere werden weiter verfolgt. Eine Ausgabe von ca. 1915.

Hermann Hesse, Diesseits: verschiedene Erzählungen meines Lieblingsautoren. Soweit ich es überblicke, kenne ich die meisten Geschichten tatsächlich noch nicht. Und selbst wenn, diese alte Ausgabe von 1907 war es in jedem Fall wert, mitgenommen zu werden.

Dienstag, 21. Dezember 2010

Weihnachtsgrüße

Im Schreiben von Weihnachtspost bin ich leider nicht besonders begabt. Innerhalb der Verwandschaft klappt es noch eher, da sind dann eben mehr persönliche Worte dabei. Aber für andere Leute, denen ich trotzdem eine Freude machen will, ist es schwerer. Deshalb bekommen beispielsweise meine ehemaligen Nachbarn traditionell eine Karte mit einem schönen winterlichen/ weihnachtlichen Gedicht oder Zitat. Dieses Jahr ist es wieder einmal Hermann Hesse geworden:

Sonntag, 19. Dezember 2010

Advent, Advent ...

Einen wunderschönen 4. Advent wünsche ich Euch! Kaum zu glauben, dass nächste Woche Freitag schon wieder Heiligabend ist. Wo ist nur das Jahr geblieben?

Winternacht

Feuerzungen flackern im Kamin,
Vor den Fenstern Grau und Flockenfall,
Durch die müde Abendtrauer hin
Zuckt verflogener Sommer Widerhall.

Meiner Kindertage denk ich nun,
Lang vergessener Märchenton erwacht:
Glocken läuten und auf Silberschuhn
Geht das Christkind durch die weiße Nacht.

Hermann Hesse (1921)
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